Ich arbeite in meinem Traumberuf

Ich habe schon in der Realschule gemerkt, dass mir das "Hauswirtschaftliche" besser gefällt bzw. liegt als das Mathematische oder Kaufmännische. So habe ich dann auch meine Mittlere Reife im Bereich der Hauswirtschaft erworben. In der 9.Klasse stellte sich dann die Frage, was ich nach der Realschule machen wollte. Meine Wahl fiel anfangs auf Fachlehrerin für Handarbeit und Hauswirtschaft.
Da in Bayreuth keine 2jährige Ausbildung zu staatlich geprüften Hauswirtschafterin möglich war, bin ich tagtäglich nach Ahornberg gefahren. Anschließend habe ich dann 2 Jahre lang die Fachakademie für Hauswirtschaft in Ahornberg besucht, immer noch mit dem Hintergedanken weiter zu machen und Fachlehrerin zu werden.
Im dritten Jahr während des Berufspraktikums, als ich mich dann so langsam aber sicher in meiner Praktikumstelle eingelebt hatte, ist mir sehr schnell klar geworden, dass der Beruf der hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin (HBL) eigentlich das ist, was ich auch zukünftig machen wollte. Ich wurde dann auch von diesem Betrieb, einer Klinik mit knapp 200 Betten, als HBL übernommen.
Hier bin ich hauptsächlich für die Ausbildung der Azubis in der Küche zuständig, d.h. sie anzuleiten und mit ihnen die Theorie der Schule in die Praxis umzusetzen. Ich versuche sehr eng mit der Schule zusammenzuarbeiten, was nicht immer einfach ist. Außerdem werde ich als stellvertretende Küchenleitung eingesetzt, wenn mein Chef Urlaub oder Freizeitausgleich hat. Ich kümmere mich dann auch um die Lagerhaltung und erstelle Monatsabschlüsse, Dienst- und Essenspläne. Ab und zu gebe ich Kochkurse, welche normalerweise von Diätassistentinnen ausgeführt werden.
Eigentlich mache ich alles, was bei uns in der Küche gerade so anfällt. Wenn mir anfangs etwas schwer fiel, ist mir mein Chef mit Rat und Tat zur Seite gestanden, bis auch diese Dinge Routine waren.
Mein Berufsalltag ist sehr abwechslungsreich, kein Tag ist wie der andere. Und dazu stehen dann auch noch Feste wie Grillfest, Sommerfest oder diverse Weihnachtsfeiern auf dem Programm. Das ist genau, was mir an diesem Beruf so gut gefällt; es wird nie langweilig, weil jeder Tag anders verläuft.