Meine Laufbahn in der Hauswirtschaft

Hauswirtschaft war am Anfang nicht mein Traumberuf, ich wollte etwas ganz anderes machen. Da ich aber dafür noch zu jung war, ging ich zur "Überbrückung" ich in die Fachschule für Hauswirtschaft. Dort machte ich zwei Jahre schulische Ausbildung und beendete diese mit der Zwischenprüfung und der mittleren Reife in der Tasche.

Mein drittes Ausbildungsjahr absolvierte ich im dualen System in einem sehr bekannten und angesehenen Tagungshaus mit 200 Gästebetten. Dort konnte ich in den Bereichen Etage, Küche mit Frischkostverpflegung, Service und Büro / Rezeptionsdienst sehr viele Erfahrungen sammeln. Zusätzlich ist dem Tagungshaus eine Gastwirtschaft angegliedert, wo ich auch Erfahrungen im aŽ la carte - Bereich erwerben konnte.

Im Laufe dieses Jahres entschloss ich mich dann für die Ausbildung zur hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin. Nach langem Suchen entschied ich mich für die Fachakademie in Ahornberg und verbrachte dort die 2.Studienjahre. Für das dritte Studienjahr in Form des Berufspraktikums habe ich mir wieder ein Tagungshaus, diesmal mit 71 Betten aufgeteilt in Einzel - Doppel - und Mehrbettzimmer, ausgesucht. Meine praktischen Erfahrungen aus meinem ersten Ausbildungsbetrieb haben mir den Wiedereinstieg ins "Berufsleben" sehr erleichtert.

Ich bin als HBL - Assistentin eingestellt und hauptsächlich als Etagenleitung eingesetzt. Darüber hinaus bin ich auch in Küche, Service und Rezeptionsdienst tätig. Zu meinen Aufgaben gehören dabei Mitarbeiterführung, Unterweisungen in allen Bereichen, Anleitung von Praktikantinnen und die Materialbeschaffung auf der Etage.

Je nach Bedarf mache ich auch Führungen durch das Haus und organisiere selbstständig oder zusammen mit der HBL Büfetts und Veranstaltungen. Im Laufe meiner Ausbildung habe ich diesen Beruf kennen und lieben gelernt und hoffe auch nach meinem Berufspraktikum eine Anstellung in einem Tagungshaus oder einer Kureinrichtung zu bekommen. Mir gefällt besonders, dass jeder Tag neue Aufgaben und Erlebnisse bringt. Dazu muss man sich allerdings auf verschiedene Situationen und Menschen einstellen können und über Flexibilität und Organisationstalent verfügen.

Es ist der schönste Beruf, den ich mir vorstellen kann, und ich bin froh, dass sich die " Überbrückung" so positiv auf meinen Lebensweg ausgewirkt hat.