Je kürzer der Weg, umso besser für die Umwelt

Schüler lernen während einer Aktionswoche, Obst und Gemüse aus der Region wertzuschätzen.
Sie bereiten selbst, ein gesundes Frühstück zu.

Stammbach - Die Elisabeth-Schlemmer-Grundschule in Stammbach hat sich an der Aktionswoche "Gesundheit und Nachhaltigkeit" an bayerischen Schulen beteiligt.
Dabei waren Studierende der Fachakademie für Ernährung und Versorgungsmanagement in Ahornberg zu Gast, um mit den Kindern der einzelnen Schulklassen jeweils zwei Stunden über gesundes und nachhaltiges Obst und Gemüse zu sprechen.
Die beiden Studierenden Sarah Spitzner und Sarah Sosnowski erzählten von der Reise um die Welt mit "Felix", die auch dorthin führte, wo die Bananen an den Bäumen wachsen. Felix stellte dabei aber fest, dass die Karotten dort nur halb so gut schmecken wie daheim. Deshalb sollte das Obst und Gemüse möglichst aus der Region stammen.
Die Ahornberger Gäste freuten sich, dass die Schüler zu Hause fast alle selbst Obstbäume im Garten haben, deren Früchte ihnen am besten schmeckten. Die Schüler mussten anschließend auf einer großen bunten Weltkarte Obst- und Gemüsesorten dort anheften, wo sie wachsen, und angeben, mit welchen Transportmitteln sie nach Deutschland kommen. Den Energieverbrauch mussten sie anhand von Rauchwolken deutlich machen. Bei Flugzeugen brachten sie viele Rauchwolken an, auch die Schiffe zogen deutliche Rauchwolken hinter sich her.
Die Kinder merkten schnell, "je kürzer der Weg, umso besser ist es für die Umwelt". Danach wurde ein gesundes Frühstück zubereitet.
Die Studierenden hatten selbst gebackenes Kartoffel-, Nuss- und Karottenbrot mitgebracht. Dazu bereiteten die Schüler als Aufstrich verschiedene Kräuter- und Gemüsequarks, die auch als Dip für Karotten- und Paprikasticks genutzt werden konnten.
Am Tag zuvor stand in der Schule schon das Thema "Mobilität" auf dem Stundenplan. In kleinen Gruppen machten die Schüler einen Orientierungslauf durch Stammbach. An mehreren Stationen mussten Aufgaben gelöst werden. So mussten die Schüler unter anderem im Rathaus die Einwohnerzahl erfragen, am Kindergarten die Grundsteintafel finden und das darauf Geschriebene notieren, sie mussten Verkehrsschilder deuten und im CAP-Markt regionale Produkte ausfindig machen.
"Und das war dann der Übergang zu unserem heutigen Workshop mit der Ahornberger Fachakademie", so Schulleiterin Nadine Cordes. Ziel der Gesundheitswoche sei es, die Kinder zu sensibilisieren, dass man auf heimische Produkte setzt. "Wir brauchen im Winter keine Erdbeeren, die dann sowieso nicht schmecken." Zum Schluss säte jedes Kind in einem Becher Kresse aus, die sie während der Ferien zu Hause pflegen.
Wir danken Herrn Engel ganz herzlich für diesen gelungenen Zeitungsbericht in der Frankenpost am 30.Oktober 2013 und die Erlaubnis, diesen auf unserer Homepage zu veröffentlichen.